Nachrichten 2016

 

Aktionswoche in den Medien

25.02.16 WW-Kurier

23.02.16 Celler Presse

23.02.16 Schwarzwälder Bote

21.02.16 Rundfunk Berlin-Brandenburg

21.02.16 Celler Presse

19.02.16 Kreiszeitung Verden

19.02.16 Gescher Zeitung

18.02.16 Die Oberbadische

18.02.16 Ostthüringer Zeitung

18.02.16 Südkurier

18.02.16 Westdeutscher Rundfunk

18.02.16 Allgemeine Zeitung

17.02.16 Ostsee Zeitung

17.02.16 Südwest Rundfunk

17.02.16 Ostsee-Zeitung

17.02.16 Pforzheimer Zeitung

17.02.16 Offenbach Post

17.02.16 Südwest Rundfunk

17.02.16 Freie Presse

17.02.16 Rundfunk Berlin-Brandenburg

17.02.16 Nordwest Zeitung

17.02.16 Allgemeine Zeitung

16.02.16 Neue Osnabrücker Zeitung

16.02.16 Bayerischer Rundfunk

16.02.16 Die Rheinpfalz

16.02.16 Münchner Wochenanzeiger

15.02.16 Saarbrücker Zeitung

15.02.16 Internet Nachrichtenagentur

15.02.16 Ärztezeitung

15.02.16 Südwest Presse

15.02.16 Allgemeine Zeitung

15.02.16 Badische Zeitung

14.02.16 Badische Zeitung

14.02.16 Blitz am Sonntag

13.02.16 Saarbrücker Zeitung

13.02.16 Allgemeine Zeitung

13.02.16 Westdeutsche Allgemeine

12.02.16 Magdeburger Volksstimme

12.02.16 evangelisch.de

12.02.16 Die Glocke

12.02.16 Saarländischer Rundfunk

12.02.16 center tv

12.02.16 RP-Online

12.02.16 Der Oderlandspiegel

12.02.16 Hamburger Wochenblatt

12.02.16 Darmstädter Echo

12.2.16 Neu Isenburger Neue Presse

11.02.16 General Anzeiger

11.02.16 Südwest Presse

10.02.16 Celle heute

10.02.16 Westdeutscher Rundfunk

10.02.16 Schwarzwälder Bote

10.02.16 Neue Osnabrücker Zeitung

10.02.16 Gemünder Tagespost

10.02.16 Wolfsburger Nachrichten

09.02.16 Pinneberger Tageblatt

09.02.16 Rheinische Post

07.02.16 Badische Zeitung

06.02.16 Allgemeine Zeitung Mainz

05.02.16 Traunsteiner Tagblatt

04.02.16 Südkurier

03.02.16 Hamburger Abendblatt

16.01.16 Kieler Nachrichten

 

20.02.16 Kiel: Infostand des Blauen Kreuzes in der Kieler Innnenstadt

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Gemeinsam mit  Vorstandsmitgliedern vom BKE-Kreis-/Stadtverband und den BKE Angehörigen Kiel, haben wir dem Norddeutschen-Schiet-Wetter erfolgreich die Stirn geboten.

Fiel das Angeln auch ins Wasser, zogen wir Interessierte in unser Fahrwasser. Bei starken Wind-Böen und Regen brachte Sich-Regen auch Segen. Der Kälte zum Trotz, konnten wir Aufmerksamkeit erwecken. Für die Kinder und die damit verbundenen Schrecken. Das Thema ist  immer noch tabu –  Überzeugungsarbeit gelingt uns nicht im Nu.  Das soll uns nicht verdrießen, kein Kind soll mehr eine Träne vergießen. Die familiären Folgen der Suchtkrankheit in aller Munde – wie Zähneputzen in der Kita-Runde. Viel Freude hatten wir beim Gedankenaustausch mit  Erziehern, Eltern, Großeltern und jungen Erwachsenen. Ernste Gespräche, Informationen und Wahrgenommen werden. Das macht uns happy – mit Sunny, Karl-Heinz und Betty. Wir freuen uns auf das nächste Jahr und sind 2017 dabei. Mit vollem Elan und ohne Bohei.

 

18.02.16 Magdeburg: Workshop für Pädagog/innen

In der Jugend- und Drogenberatungsstelle DROBS Magdeburg gab es einen Workshop für Pädagoginnen zum Umgang mit Kindern aus suchtbelasteten Familien. Schulsozialarbeiter/innen, Netzwerker/innen und Erzieher/innen informierten sich, erarbeiteten gemeinsam die unterschiedlichen Rollen, die Kinder annehmen können und überlegten, wie Gespräche mit betroffenen Kindern und Eltern gelingen können. Es war ein rundum gelungener Auftakt für noch kommende Workshops zum Thema in diesem Jahr.

 

18.02.16 Bad Emstal: Tag der offenen Tür im Haus Chancen-Nest


Eine Mischung aus Angeboten für Familien und Kinder sowie für Fachpublikum bot der Tag der offenen Tür im Haus Chancen-Nest. Angeregt durch das Kinderbuch "Fluffi" haben die Kinder Bilder gemalt. Der Fachvortrag "Kinder aus Suchtfamilien: Auswirkungen, Hoffnungen, Perspektiven" sowie die Filmvorführung "Endlich Frühling" sorgten für Diskussionsstoff.

 

16.02.16 Berlin: Tag der offenen Tür beim Blauen Kreuz

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Die Begegnungsgruppe Friedrichshagen des Blauen Kreuzes hat beim Tag der offenen Tür seine Arbeit vorgestellt. Es gab Infotische, Spiele und einen Rauschbrillenparcours. Auch wurde der Spielfilm "Zoey" gezeigt und diskutiert.

 

 

15.02.16 Mainz: Sozialministerin eröffnet Ausstellung zur Aktionswoche

Anlässlich der NACOA-Aktionswoche eröffnete die rheinland-pfälzische Sozialministerin Bätzing-Lichtenthäler mit einer Pressekonferenz die Wander-Bilderausstellung "Ich umfasse einen Baum". Die Ausstellung ist künftig über die LZG in Rheinland-Pfalz auszuleihen. Mehr

 

15.02.16 Dresden: Ausstellung über "die Welt der kindlichen Liebe"

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Bis auf den letzten Platz besetzt war die Eröffnungsveranstaltung zur Ausstellung "Alltägliche Geschichten" im Dresdner Haus der Kirche. Zur Eröffnung sagte Dr. Alexandra-Kathrin Stanislaw-Kemenah, Gleichstellungsbeauftragte der LH Dresden: „Mit dieser Ausstellung wagen wir uns ein Stück hinein in die Welt der kindlichen Liebe. Kinder leben in steter Erwartung der elterlichen Annahme. Dafür lieben sie beharrlich ihre Eltern, um Gedeih und Verderb und um den Preis der immer wieder neuen Enttäuschung. Jede noch so dramatische Situation wird mitfühlend aufgesogen und das Gefühl des Andersseins ganz individuell ausgeglichen. Da ist der kleine Helfer, der kleine Clown, der kleine Trotzkopf, das Stille-Wasser-sind-tief-Kind….Sie sind uns Erwachsenen ausgeliefert, und wir haben die Wahl: wegzuschauen oder zu handeln. Nichts mitbekommen zählt nicht mehr. Wer Augen hat und sieht, kann auch hinschauen. Darum diese Ausstellung.“ Die Ausstellung ist noch bis zum 13. März zu sehen. Mehr Infos hier 

 

15.02.16 Berlin: Presseerklärung der Bundesdrogenbeauftragten

Vom 14. Bis 20. Februar findet wieder die Aktionswoche für Kinder aus suchtbelasteten Familien statt. Mit ihr wird jährlich auf die schwierige Situation dieser Kinder aufmerksam gemacht.

Marlene Mortler: „Kinder aus Suchtfamilien gelten als Risikogruppe für die Entwicklung eigener Abhängigkeitserkrankungen sowie anderer psychischer Störungen. Lange Zeit wurde diese Gruppe in der Prävention vernachlässigt. Leider, denn mit der richtigen Art von Unterstützung können sich auch diese Kinder zu ganz normalen gesunden und lebenstüchtigen Erwachsenen entwickeln. Ich freue mich sehr, dass es uns mit Unterstützung des Bundesgesundheitsministeriums gelungen ist, das Präventionsprogramm ‚Trampolin – Kinder aus suchtbelasteten Familien entdecken ihre Stärken‘ auf den Weg zu bringen. Durch dieses Gruppenprogramm erfahren die Kinder auch, dass sie nicht allein sind, sondern dieses Schicksal mit vielen anderen Kindern teilen. Das Programm kann nun von den Krankenkassen finanziert werden. Dies soll für uns ein Anreiz sein, noch mehr für Kinder aus suchtbelasteten Familien zu tun.“

Das Konzept „Trampolin“ wurde als Stressbewältigungsprogramm gemeinsam vom Deutschen Institut für Sucht und Präventionsforschung an der Katholischen Hochschule Köln und des Deutschen Zentrums für Suchtfragen des Kindes und Jugendalters Universitätsklinikum Eppendorf als Gruppenprogramm für Kinder mit Suchterkrankung entwickelt. Das Konzept richtet sich an Kinder im Alter zwischen 8 und 12 Jahren. Es hat zum Ziel, die psychische Belastung teilnehmender Kinder zu reduzieren und ihre Handlungskompetenz im Sinne einer langfristigen Resilienz zu stärken. Es soll niedrigschwellig, altersgerecht und leicht durchführbar sein. Inzwischen wurde es an verschiedenen Standorten in Deutschland erprobt und wissenschaftlich evaluiert. Dabei hat sich herausgestellt, dass dieses Programm dazu beigetragen hat, die psychische Belastung der Kinder zu reduzieren, ihr Wissen um die Abhängigkeitserkrankung ihrer Eltern zu erhöhen und ihre Lebensqualität zu erhöhen. „Trampolin“ wurde nun als Stressbewältigungsprogramm für Kinder von der zentralen Prüfstelle Prävention im Auftrag des GKV-Spitzenverbandes zertifiziert. Durch die Zertifizierung können die Kosten nun grundsätzlich von den Krankenkassen getragen werden, die sich der Zentralen Prüfstelle angeschlossen haben, so-weit zertifizierte Trainer und Trainerinnen das Programm anbieten.

Die „COA-Aktionswoche für Kinder aus suchtbelasteten Familien“ findet seit mehreren Jahren jeweils im Februar statt. Sie ist eine Initiative von NACOA Deutschland und anderen Unterstützern und will auf die besondere Situation der betroffenen Kinder aufmerksam machen (Children of Alcoholics/ Children of Addicts = COA). Bundesweit bieten in dieser Woche zahlreiche COA-Hilfsprojekte Veranstaltungen an, die Interessierten und Betroffenen Unterstützung und Informationen geben.

 

13.02.16 Mannheim: Sehr große "Schaufensterreklame" zur Aktionswoche

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Anlässlich der Aktionswoche hat der Drogenverein Mannheim die Fenster seines Domizils mit einem auffälligen Schriftzug versehen: "Jedes 6. Kind lebt in einer Suchtfamilie. Beachte mich!

 

12.02.16 Düsseldorf: Presseerklärung zum Auftakt der Aktionswoche

Die Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien startet in diesem Jahr mit einem Beteiligungsrekord:  111 Veranstaltungen und 27 Aktionen in 68 deutschen Städten machen zwischen dem Valentinstag am 14.2. und dem 20.2. auf die Situation der ca. 2,65 Millionen betroffenen Kinder in Deutschland aufmerksam. Geboten werden Information und Beratung rund um das Thema Sucht in der Familie. Zahlreiche Fortbildungsveranstaltungen richten sich an Fachkräfte, die professionell mit Kindern arbeiten. Für Kinder gibt es Spiel- und Bastelangebote, Theaterworkshops sowie Vorlesestunden. In Dresden zeigt das Haus der Kirche die Ausstellung "Alltägliche Geschichten - Einblicke in die Welt der kindlichen Liebe.“ Das vollständige Verzeichnis aller Veranstaltungen gibt es hier.

Ca. jedes sechste Kind in Deutschland wächst mit suchtkranken Eltern auf. Sie sind die größte bekannte Risikogruppe für eine eigene Suchterkrankung und lebenslang hoch­ge­fähr­det für psychische Krankheiten sowie soziale Störungen. Kinder aus Suchtfamilien sind noch immer vergessene Kinder, die durch die Maschen der bestehenden Hilfesysteme allzu oft hindurchrutschen.

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Die Initiatoren der Aktionswoche bei der Aufttakt-Pressekonferenz im Maxhaus in
Düsseldorf: v.l.n.r. Katharina Balmes, Vorstand Such(t)- und Wendepunkt e. V.,
Henning Mielke, Vorsitzender NACOA Deutschland e. V., Daria Piatkowski,
Vorsitzende Kunst gegen Sucht e. V. Einen TV Bericht von der Pressekonferenz gibt
es hier

15 Maßnahmen, die Kindern aus Suchtfamilien bessere Chancen gäben

Neben der Sensibilisierung vor Ort in den Städten und Landkreisen verfolgt die Aktionswoche auch in diesem Jahr eine bundespolitische Zielsetzung: Das im vergangenen Jahr veröffentlichte nationale Gesundheitsziel „Alkoholkonsum reduzieren“ beinhaltet endlich auch die Unterstützung suchtbelasteter Familien und ihrer Kinder. Um dieses Gesundheitsziel mit Leben zu erfüllen, wird der Öffentlichkeit zur Aktionswoche ein Papier mit 15 Maßnahmen für die Verbesserung der Si­tua­tion der Kinder vorgestellt. Es soll in Deutschland die Diskussion anregen, was nötig und was möglich ist, damit die Kinder von heute nicht die Süchtigen von morgen werden. Das Maßnahmenpapier kann hier heruntergeladen werden.

Die Aktionswoche läuft zeitgleich mit der „Children of Alcoholics Week“ in den USA und in Großbri­tannien. Sie steht in Deutschland unter der Schirmherrschaft der Schau­spielerin Katrin Sass. Die Aktionswoche wird gefördert von der BARMER GEK.

 

10.02.16 Berlin: Bundesweit zahlreiche Fortbildungsangebote während der Aktionswoche

Im Rahmen der siebten Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien finden bundesweit zahlreiche Fortbildungsveranstaltungen statt, die sich an Fachkräfte richten, die in verschiedenen Berufsfeldern mit Kindern arbeiten. Geboten werden u.a. Fachvorträge und Workshops.

 

Baden-Württemberg

16.2.16 Freiburg Informationsveranstaltung

17.2.16 Mannheim Intervision Suchthilfe Jugendhilfe


Brandenburg

21.1.16 Potsdam: Suchtselbsthilfetagung im Land Brandenburg


Hamburg

16.2.16 Hamburg: Infoabend für Fachkräfte „Hilfe, meine Eltern trinken“

18.2.16 Hamburg Basisfortbildung für pädagogische Fachkräfte Aufwachsen mit alkoholabhängigen Eltern


Hessen

17.2.16 Bad Emstal Tag der offenen Tür

 

Niedersachsen

15.2.16 Goslar Informationsveranstaltung „Vergessene Kinder"

 

Nordrhein-Westfalen

17.2.16 Paderborn "Wenn ich lieb bin, hört das mit dem Trinken auf...“

18.2.16 Wuppertal Informationsveranstaltung rund um das Thema der vergessenen Kinder

 

Rheinland-Pfalz

14.2.16 Mainz Kindergruppenleitungsfortbildung "Es tut gut, gehört zu werden..."

15.2.16 Speyer Fortbildung Erwachsene Kinder aus Suchtfamilien

16.2.16 Ludwigshafen Fortbildung Kind s/Sucht Familie

17.2.16 Ingenheim Tag der Kinder

18.2.16 Nieder-Olm Informationsveranstaltung „Denk an mich“

 

Sachsen-Anhalt

15.2.16 Querfurt Multiplikatorinnen- Veranstaltung "Kinder aus Suchtfamilien"

18.2.16 Magdeburg Workshop für Pädagoginnen


Schleswig-Holstein

15.2.16 Elmshorn Elternarbeit im Kontakt mit suchtbelasteten Familien.

17.2.16 Kiel Informationstag

 

Thüringen

17.2.16 Erfurt Fachveranstaltung FASD

17.2.16 Eisenach Informationsveranstaltung

 

 

 

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10.02.16 Kensington, MD: Motto der Aktionswoche in den USA: "Werde ein Stern im Leben eines Kindes!"

NACoA USA hat zur Aktionswoche 2016 folgende Erklärung veröffentlicht: Die "COA Awareness Week" nimmt die Kinder in den Fokus, die in ihren suchtbelasteten Familien still leiden und setzt sich für die Programme und Unterstützungsmaßnahmen ein, die die Kinder brauchen, um zu genesen. In der Vergangenheit war unser Motto: "Hoffnung und Heilung für alle Generationen feiern". Dieses Jahr  rücken wir jene Erwachsenen in den Mittelpunkt, die wie ein helles Licht in das Leben dieser Kindern scheinen, die für sie eine unterstützende "sichere Person" sind, die sie daran erinnernt, dass sie nicht allein sind. Es gibt Kinder, die das Glück haben, vor Ort ein Unterstützungsprogramm besuchen zu können. Doch die große Mehrheit ist darauf angewiesen, dass da ein fürsorglicher und unterstützender Erwachsenenr ist, der in ihr Leben hineinleuchtet, wie ein Stern in die Dunkelheit der Angst. Mehr

 

04.02.16 Bristol: Aktionswoche in Großbritannien startet unter dem Motto: Giving a voice to the children affected by their parent's drinking

NACOA UK hat diesjährigen "COA week" in Großbritannien eine Presseerklärung veröffentlicht: "Ohne Hilfe gehen diese Kinder im System verloren. Sie wachsen im besten Falle mit dem Gefühl auf, dass niemand Notiz von ihnen nimmt, im schlechtesten Fall erleben sie Missbrauch. Nacoa arbeitet daran, für sie eine positive Zukunft zu entwerfen und ihnen zu helfen, ihre negativen Glaubenssätze in eine Einstellung des "Ich kann" zu wandeln." Die gesamte Presseerklärung in englischer Sprache gibt es hier

 

29.01.16 Berlin/Hamburg/Düsseldorf: Aufruf zur siebten bundesweiten Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien


Es hat lange  gedauert, doch nun hat Deutschland ein nationales Gesundheitsziel, das anstrebt, den  Alkoholkonsum zu reduzieren (www.gesundheitsziele.de). Angesichts von jährlich schätzungsweise 74.000 Alkoholtoten und volkswirt­schaftlichen Schäden von 40,5 Milliarden Euro ist dies ein über­fälliger Schritt. Überfällig ist er aber auch in Hinsicht auf die ca. 2,65 Millionen Kinder unter 18, die mit suchtkranken Eltern aufwachsen. Diese Mädchen und Jungen sind die größte bekannte Risikogruppe für eine eigene Suchterkrankung. Zusätzlich sind sie lebenslang hoch­ gefährdet, psychische Krankheiten sowie soziale Störungen zu entwickeln. Kinder aus Suchtfamilien sind noch immer vergessene Kinder, die durch die Maschen der bestehenden Hilfesysteme allzu oft hindurchrutschen.

Das nationale Gesundheitsziel bezieht Kinder aus Suchtfamilien mit ein

Daher ist es ein großer Schritt vorwärts, dass im nationalen Gesundheitsziel „Alkoholkonsum reduzieren“ auch die Unterstützung suchtbelasteter Familien und ihrer Kinder enthalten ist. Zurzeit werden Maßnahmenvorschläge erarbeitet, wie das Gesundheitsziel konkret umgesetzt werden soll.

NACOA Deutschland hat sich als Interessenvertretung der Kinder suchtkranker Eltern an dem Gesund­heitszieleprozess beteiligt und ein Papier mit 15 Maßnahmen für die Verbesserung der Si­tua­tion der Kinder verfasst. Die Forderungen des Maßnahmenpapiers zeigen die Richtung der Verän­de­rungen an die aus unserer Sicht nötig sind, um Kindern aus Suchtfamilien bessere Chancen zu geben.

Anlässlich der  siebten Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien wird dieses Papier der Öffentlichkeit vorgelegt. Es kann hier heruntergeladen werden. Wir bitten alle am Thema interessierten Menschen und Institutionen, das Papier weiter zu verbreiten: Senden Sie es mit einem freundlichen Anschreiben, Ihren Kontaktdaten und Logo per E-Mail weiter: an Ihre/n Bundestagsabgeordnete/n, an ihre Land- und Kreistags­abgeordneten, an Ihre/n Bürgermeister/in, die Leitung Ihres Jugendamtes, den/die Jugendstadtrat/rätin, …überall dorthin, wo strategische Verbündete für das Thema Kinder aus Sucht­fami­lien gewonnen werden können.  Je mehr Menschen mit Einfluss hiervon Kenntnis haben, desto besser ist es.  Damit die Kinder die Unter­stüt­zung erhalten, die sie brauchen und verdienen.

Veranstaltungen in ganz Deutschland informieren über Kinder aus Suchtfamilien

Um die im Maßnahmenpapier gestellten Forderungen zu unterstreichen, lenkt die Aktionswoche für Kinder aus Sucht­fa­mi­lien vom 14. Bis 20. Februar 2016 die Aufmerksamkeit von Öffentlichkeit und Medien auf diese Kinder. Veranstaltungen und Aktionen in ganz Deutschland sensibilisieren die Öffent­lichkeit und Fachöffentlichkeit für die Problematik von Kindern aus Suchtfamilien und ver­mitteln Informationen. Das Programm der Aktionswoche sowie Tipps, wie jedermann und jedefrau aktiv daran teilnehmen kann, finden sich auf der Website www.coa-aktionswoche.de.

Der Aufruf kann hier als PDF heruntergeladen werden.

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Nachrichten 2015

Aktionswoche in den Medien

02.03.15 Neue Nordhäuser Zeitung

20.02.15 Eisenacher Allgemeine

20.02.15 AK Kurier

17.02.15 Schwarzwäder Bote

16.02.15 Südwest-Presse

14.02.15 Schwarzwälder Bote

14.02.15 Thüringische Landeszeitung

14.02.15 Tauber-Zeitung

14.02.15 RTF1

14.02.15 WAZ

14.02.15 Nordwest-Zeitung

13.02.15 Ostthüringer Zeitung

13.02.15 Freies Wort

13.02.15 RBB

12.05.15 Bergische Morgenpost

12.02.15 Remscheider Generalanzeiger

12.02.15 Schwäbische Zeitung

11.02.15 Kölner Stadtanzeiger

11.02.15 Die Rheinpfalz

11.02.15 Sauerlandkurier

11.02.15 Mannheimer Morgen

11.02.15 MDR

11.02.15 Thüringer Allgemeine

11.02.15 Düsseldorfer Abendblatt

10.02.15 Neue Westfälische

10.02.15 Mannheim24

10.02.15 Nassauische Neue Presse

10.02.15 Göppinger Kreisnachrichten

10.02.15 Südkurier

09.02.15 Hamburg1

09.02.15 RTL

09.02.15 NDR

09.02.15 n-tv online

09.02.15 ARD Tagesschau

09.02.15 ARD Mittagsmagazin

09.02.15 SWR4

09.02.15 Neue Nordhäuser Zeitung

08.02.15 WDR.de

07.02.15 Badische Zeitung

07.02.15 Mannheimer Morgen

06.02.15 Augburger Allgemeine

06.02.15 AK-Kurier

05.02.15 Darmstädter Echo

04.02.15 Schwarzwaelder Bote

04.02.15 Sauerlandkurier

04.02.15 Quickborner Tageblatt

04.02.15 Allgemeine-Zeitung

29.011.15 Osterholzer Kreisblatt

30.01.15 Fränkische Nachrichten

30.01.15 Tauber-Zeitung

27.01.15 Uetersener Nachrichten

21.01.15 Thüringische Landeszeitung

 

16.04.15 Erfurt: Erfolgreiche Aktionswoche in Thüringen

In Thüringen machten in der Aktionswoche für Kinder aus suchtbelasteten Familien verschiedene Träger und Einrichtungen mit über 19 Aktionen auf die Situation von Kindern und Jugendlichen aus suchtbelasteten Familien aufmerksam.

In Schleiz wurde zum Beispiel eine Ausstellung zum Thema eröffnet. Außerdem wurden dort sowie in Pößneck offene und Telefonsprechstunden für Betroffene, Angehörige und Fachkräfte angeboten.In Sömmerda wurde ein neues Hilfeangebot vorgestellt. In Hildburghausen und in Nordhausen fanden Themen- und Informationsveranstaltungen statt. In Waltershausen wurde ein „Runder Tisch“ zum Thema Kinder aus suchtbelasteten Familien gegründet. In Gera und Eisenach fanden Vorleseaktionen in Kindertagesstätten statt und in Jena wurden ein Eltern-Kind-Frühstück, ein Schwimmnachmittag sowie ein Nähkaffee für betroffene Familien organisiert.
 

24.02.15 Bad Mergentheim: Neue Selbsthilfegruppe und jede Menge gute Presse

Die Suchtberatungsstelle des Diakonischen Werkes Main-Tauber-Kreis hat die Aktionswoche für eine umfangreiche Pressearbeit genutzt. Nach einem Pressegespräch erschienen ausführliche Berichte über die Lebenssituation von Kindern in Suchtfamilien in der Tauber-Zeitung und in den Fränkischen Nachrichten, sowie ein Radio Interview in SWR4.

Daneben gab es eine Telefonaktion mit der Möglichkeit mit den Suchtberatern und mit der psychologischen Beratung zu sprechen. Ferner wurde eine neue Selbsthifegruppe für erwachsene Kinder von Suchtkranken gegründet.

 

13.02.15 New York: Presseerklärung von IOGT und NACoA zur Aktionswoche

In einer gemeinsamen Presseerklärung haben sich NACoA USA, NACOA UK und der internationale Selbsthilfeverband IOGT (Guttempler) an die Öffentlichkeit gewandt. Darin sprechen sie in Hinsicht auf das Problem der Kinder aus Suchtfamilien von einer "unsichtbaren Menschenrechtskrise". Mit den Augen von Kindern betrachtet ist es offensichtlich, dass die Welt, in der wir leben, ein Alkoholproblem hat. Und die Folgen tragen in erster Linie die Kinder, die durch die Belastungen in ihren Familien ihre Potentiale im Leben nicht ausschöpfen können. Mehr  

 

11.02.15 Remscheid: 99 Luftballons

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Bei bestem Wetter hat die Diakonie Remscheid 99  Ballons mit hoffnungsvollen Botschaften an die Kinder aus suchtbelasteten Familien ins Bergische Land hinaus fliegen lassen. Mit dabei waren Politiker, Kooperationspartner und betroffene Kinder. Remscheids Sozaldezernent Thomas Neuhaus hatte die Schirmherrschaft für die Ballonaktion übernommen.

 

11.02.15 Hildesheim. Fachtag Kinder aus Suchtfamilien - Fachleute erweitern Ihr Fachwissen

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Im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien „Vergessenen Kindern eine Stimme geben“ hat das Netzwerk Frühe Hilfen im Landkreis Hildesheim einen Fachtag zum Thema veranstaltet. Insgesamt 62 Fachkräfte aus Kinder- und Jugendpsychatrie, Schule, Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen u.a. hatten sich dazu im Hildesheimer Kreishaus versammelt.

   Der im Netzwerk Frühe Hilfen verankerte Arbeitskreis Kinderschutz hat in Kooperation mit der Drogenhilfe Hildesheim e. V. und der Polizei die Teilnehmenden Fachleute aus der Suchtberatung zusammengerufen um über Erkennungsmerkmale und Unterstützungsangeboten zu informieren

  Claudia Mierzowsky von der Drogenhilfe Hildesheim sensibilisierte im Hauptvortag über die Alltagswelt und Erlebnisrealität von Kindern und Jugendlichen aus suchtbelasteten Familien.

   Mierzowsky beschrieb Zugangswege zu den Kindern aus Suchtfamilien und Möglichkeiten, wie ihnen geholfen werden kann. Sie stellte Projekte vor, die in Hildesheim umgesetzt oder geplant sind. Sie seien, so Mierzowsky, flächendeckend auszubauen und angemessen zu finanzieren. Suchtprävention in Schule und Kindergarten müsse flächendeckend gestärkt werden. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sollten durch Aus- und Fortbildung befähigt werden, Kinder aus suchtbelasteten Familien zu erkennen, zu verstehen und die notwendige Unterstützung anzubieten. Das Wissen um die Unterstützungsmöglichkeiten für alle Betroffenen müsse verpflichtend Ausbildungsinhalt für die pädagogischen, medizinischen und sozialen Berufe werden. Wichtig sei aber auch eine gute Vernetzung innerhalb des Hilfesystems zwischen Jugendhilfe, Suchtprävention und Suchthilfe, Jugendpflege, Ärzten, Kindergärten, Schulen und Vereinen.

      Zum Ende des Fachtages fand dann ein Erfahrungsaustausch statt, bei dem im Schwerpunkt der Vernetzungsgedanke eine Rolle gespielt hat. Das Netzwerk Frühe Hilfen ist im Landkreis Hildesheim beim Dezernat für Soziales, Jugend, Sport und Gesundheit verortet. Weitere Informationen können über den für die Tagung verantwortlichen Arbeitskreis Kinderschutz (Kontakt: Cornelia.Oppermann@LandkreisHildesheim.de oder 05121 309-6201) gegeben werden.

 

11.02.2015 Hildburghausen: Info-Nachmittag „Vergessenen Kindern eine Stimme geben“

Die Suchtberatungsstelle Hildburghausen lud alle Bezugspersonen von Kindern aus suchtbelasteten Familien zu einem Nachmittag in ihre Räumlichkeiten ein. Alle Teilnehmer erhielten Infomaterialien und konnten sich auch zum Thema  Alkohol und Drogen informieren. Für das leibliche Wohl war mit alkoholfreien Mixgetränken, Kaffee und Kuchen gesorgt. .Fener wurde der Film "Nichts für Kinder" gezeigt, der einen Einblick in die Welten der betroffenen Kinder gibt. Im Vorfeld waren landkreisweit Einladungen besonders an Kindergärten, Grundschulen und Ämter verschickt worden. Mit Erfolg, denn auch die Landtagsabgeordnete Kristin Floßmann (CDU), Stellvertreterin im Ausschuss für Soziales, Arbeit und Gesundheit, wr zu dem Nachmittag erschienen und zeigte sich sehr interessiert an dem Thema. Sie sagte der Suchtberatungsstelle ihre Unterstützung für den Aufbau einer Kindergruppe in Hildburghausen zu und versprach, das Thema mit in ihren Ausschuss nehmen.

 

10.02.15 Mannheim: Bürgermeisterin: "Kein Kind darf verloren gehen!"

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Foto: © mannheim24/ Klaudia Prill

Bürgermeisterin Dr. Ulrike Freundlieb (2. v. links) hat die Schirmherrschaft für die Veranstaltungen der Aktionswoche in Mannheim übernommen: "Wir müssen uns um jedes Kind kümmern, denn kein Kind soll verloren gehen!“, betonte sie. Sie forderte ihre Mitbürger auf :„Nicht wegschauen, sondern handeln“, wenn der Verdacht bestehe, dass ein Kind aus einer Suchtfamilie komme.  Hier sollte man zwar sich und seine Kompetenzen nicht überschätzen, aber:  Man kann sich bei der Kinderschutzstelle auch gerne anonym beraten lassen und den Fall melden. Ein externer Fachmann prüft dann die Angelegenheit und die „Hilfsmaschinerie“ kann anlaufen. Dass die Zahl der gemeldeten Fälle der Kindesnotgefährdung in den letzten Jahren gestiegen ist, sieht Dr. Freundlieb als ein positives Zeichen. so Dr. Freundlieb weiter. Doch das Wichtigste bei der Arbeit mit diesen Kindern und Jugendlichen, ist die Entlastung von Schuldgefühlen: „Du kannst nichts dafür!“ ist hier die richtige Parole, betont.  Frau Dr. Ulrike Freundlieb, Schirmherrin der Aktion. 

Quelle: Mannheim24.de

 

10.02.15 Kiel: COA-Aktivistin im Rokoko-Kostüm

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In der Kieler Holstenstrasse war die Handpuppe Betty auf dem Arm von Heidi Bous im Rokoko-Kostüm unterwegs. Lächelnd und winkend verteilte Betty Luftballons und Buttons: "Schein und Sein " in suchtbelasteten Familien.  Interessierte und Neugierige kamen auf das Duo zu und fragten, was sie denn da machten. Kinder brachten ihre Eltern mit. Zwei Gruppenmitglieder aus der Angehörigengruppe des Blauen Kreuzes (BKE) standen für Gespräche bereit und verteilten Info-Materialen.

 

09.02.15 Mannheim: Intensive Gespräche am Infostand in der Innenstadt

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An zentraler Stelle auf dem Paradeplatz bot der Drogenverein Mannheim Informationen zur Situation der Kinder aus Suchtfamilien und stellen die Unterstützungsangebote in Mannheim dar. Für die Passanten gab es Schokolade und für die Kinder Luftballons. Sehr bemerkenswert war die Betroffenheit und die damit zusammenhängende Offenheit der Bürgerinnen und Bürger. Es ergaben sich viele intensive Gespräche mit Erwachsenen aus Suchtfamilien.

 

09.02.15 Felsberg: Kochen mit Kindern

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In der Lehrküche der Fachklinik Böddiger Berg wurde gemeinsam mit Kindern ein 3-Gänge-Menü gekocht, deren Familien im Rahmen von 'SPFH-Sucht-Maßnahmen" in der Klinik betreut werden. Eingeladen waren Kinder im Alter zwischen 6 und 13 Jahren. Unterstützt wurden sie durch zwei Patienten (einem Bäcker und einem Koch), die sich aktuell zur stationären Suchttherapie in der Klinik befinden.Auf dem Menüplan standen: Buchstabensuppe, Gemüse-Reis-Pfanne mit Frikadellen und Obstsalat mit Schlagsahne. Die Kinder schnippelten fleißig Obst und Gemüse klein, formten Frikadellen und rührten in den Töpfen. Dazu wurden Tischkärtchen gebastelt und der Tisch frühlingshaft dekoriert. Zum gemeinsamen Essen wurden die Kinder an diesem Tag von den Pädagogen bedient. Nach Aussagen der Kinder schmeckte alles vorzüglich. Jedes Kind bekam ein kleines Rezeptheft zum Nachkochen der Gerichte mit nach Hause. Diese Kochaktion soll wiederholt werden.

 

09.02.15 Berlin / Hamburg / Düsseldorf: Presseerklärung zur sechsten bundesweiten Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien

Zur sechsten bundesweiten Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien werden in diesem Jahr 78 Veranstaltungen und 20 Aktionen in über 50 deutschen Städten stattfinden. In der Aktionswoche treten Hilfeprojekte für Kinder suchtkranker Eltern aus Suchthilfe, Suchtselbsthilfe und Jugendhilfe an die Öffentlichkeit, um auf die Situation der ca. 2,65 Millionen betroffenen Kinder in Deutschland aufmerksam zu machen und das Signal in die Öffentlichkeit zu geben: Sucht ist keine Schande, Sucht ist eine Krankheit. Und: Es gibt Hilfe für Familien mit Sucht­pro­blemen.

Ca. jedes sechste Kind in Deutschland wächst mit suchtkranken Eltern auf. Sie sind die größte bekannte Risikogruppe für eine eigene Suchterkrankung und lebenslang hoch­ge­fähr­det für psychische Krankheiten sowie soziale Störungen. Kinder aus Suchtfamilien sind noch immer vergessene Kinder, die durch die Maschen der bestehenden Hilfesysteme allzu oft hindurchrutschen.

 

Der Gesetzgeber ignoriert eines der gravierendsten
Gesundheitsprobleme in Deutschland: Alkoholabhängigkeit

Neben der Sensibilisierung vor Ort in den Städten und Landkreisen verfolgt die Aktionswoche in diesem Jahr auch eine bundespolitische Zielsetzung: Die Initiatoren der Aktionswoche kritisieren das Präventionsgesetz in der vom Bundeskabinett verabschiedeten Form. Das Gesetz enthält kaum Ansatzpunkte, die die Situation von Kindern aus Suchtfamilien verbessern würden. Präventive Hilfeprojekte für die Kinder hätten nach wie vor keinerlei Anspruch auf Regelfinanzierung. Auch spart das Gesetz im Katalog der zu erreichenden Gesundheitsziele die Reduzierung des Alkoholkonsums aus und ignoriert somit eines der gravierendsten und kosteninten­sivsten Gesundheitsprobleme in Deutschland.

 

Milliardenschwere Folgekosten durch Alkohol und Schädigung von Kindern

Nach Berechnungen des Instituts für Recht der Wirtschaft der Universität Hamburg summieren sich die volkswirtschaftlichen Schäden des Alkoholkonsums in Deutschland jährlich auf ca. 40 Milliarden Euro. Das ist mehr als das Zwölffache dessen, was der deutsche Fiskus pro Jahr an Alkoholsteuer einnimmt. In dieser Rechnung sind die Kosten, die durch die Schädigung von Kindern infolge des Aufwachsens in suchtbelasteten Familien entstehen, noch nicht eingerechnet. Dr. Tobias Effertz von der Universität Hamburg lokalisiert diese Kosten in erster Linie bei den hohen lebenslangen Erkrankungsrisiken, die diese Kinder tragen. So ist das Risiko von Kindern alkoholkranker Eltern, im Laufe ihres Lebens an Affektstörungen wie z. B. Depressionen zu erkranken um 25% höher als bei Kindern aus nichtsüchtigen Familien. Bei Schizophrenie liegt das Risiko für Alkoholikerkinder um 116% höher. Für die Behandlung dieser Krankheitsbilder entstehen den Krankenkassen jährlich Kosten in Milliardenhöhe.

 

Die Politik ist in der Verantwortung:
Nach zehn Jahren Untätigkeit muss gehandelt werden

Hinter diesen Zahlen verbirgt sich millionenfaches menschliches Leid: zerstörte Kindheiten, zerstörte Biografien, zerstörte Familien. Die Initiatoren der Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien fordern den Gesetzgeber und alle Verantwortlichen in Politik und Verwaltung auf, aus diesen Zahlen und aus Verantwortung für die heranwachsende Generation die naheliegenden Schlussfolgerungen zu ziehen:

  • Unterstützungsangebote für Kinder aus Suchtfamilien müssen Teil der Regelversorgung werden. Sie sind flächendeckend auszubauen und angemessen zu finanzieren.

  • Suchtprävention in Schule und Kindergarten muss flächendeckend gestärkt werden. Die Mitarbeiter/innen müssen durch Aus- und Fortbildung befähigt werden, Kinder aus suchtbelasteten Familien erkennen, verstehen und unterstützen zu können.

  • Die Reduzierung des Alkoholkonsums muss in die Liste der Gesundheitsziele im Bundes-Präventionsgesetz aufgenommen werden.

  • Das Wissen um die Unterstützungsmöglichkeiten für Kinder aus suchtbelasteten Familien muss verpflichtend Ausbildungsinhalt für die pädagogischen, medizinischen und sozialen Berufe werden.

  • Die auf einer Fachtagung des Bundesgesundheitsministeriums im Jahre 2003 verabschiedeten “10 Eckpunkte zur Verbesserung der Situation von Kindern aus suchtbelasteten Familien“ müssen nach über zehn Jahren Untätigkeit seitens der Politik endlich in Bund, Ländern und Gemeinden umgesetzt werden .

Die Aktionswoche läuft zeitgleich mit der „Children of Alcoholics Week“ in den USA und in Großbri­tannien. Sie steht in Deutschland unter der Schirmherrschaft der Schau­spielerin Katrin Sass. Die Aktionswoche wird gefördert von der BARMER GEK.

 

09.02.15 Berlin: Presseerklärung der Bundesdrogenbeauftragten anlässlich der Aktionswoche

Jedes Jahr wird in vielen Ländern der Welt an die schwierige Situation von Kindern aus suchtbelasteten Familien erinnert (Children of Alcoholics/ Children of Addicts = COA). Bundesweit bieten zahlreiche COA-Hilfsprojekte Veranstaltungen an, die Interessierten und Betroffenen Unterstützung und Informationen anbieten.

Marlene Mortler: „Mit der COA-Aktionswoche wird jedes Jahr sehr engagiert an die betroffenen Kinder erinnert, die in suchtbelasteten Familien aufwachsen. In Deutschland sind es rund 2,65 Millionen Kinder. Eine viel zu hohe Anzahl. Durch ihre Lebenssituation werden sie in ihrer körperlichen und seelischen Entwicklung massiv beeinträchtigt und benachteiligt. Allen Beteiligten der Aktionswoche gilt daher mein großer Dank im Namen der betroffenen Kinder.

Trotz der guten Entwicklungen der letzten Jahre brauchen die Betroffenen noch mehr Aufmerksamkeit. Mir ist wichtig, dass alle Kinder zu starken Persönlichkeiten heranwachsen. Das gilt erst recht für solche aus psychisch- und suchtbelasteten Familien. Gleichzeitig ist es entscheidend, auch die Eltern zu stärken, die in ihrer doppelten Belastung oft überfordert sind. Im Präventionsgesetz werden zum Gesundheitsziel ‚Gesund aufwachsen’ Maßnahmen vorgeschlagen, die Kinder und Jugendliche von psychisch kranken oder suchtkranken Eltern frühzeitig und wohnortnah unterstützen sollen. Ich setze mich dafür ein, dass dies flächendeckend durch die zuständigen Stellen geschieht.“

Von den in Deutschland betroffenen Kindern sind die weitaus meisten mit der Alkoholkrankheit eines oder sogar beider Elternteile konfrontiert. Mit drogensüchtigen Eltern leben ca. 40.000 Kinder zusammen. Viele der Jungen und Mädchen entwickeln später eine eigene Suchtproblematik.

Marlene Mortler: „Die enorme Zahl betroffener Kinder aus suchtbelasteten Familien muss Ansporn für uns alle sein, Verbesserungen herbei zu führen. Wir wollen die Datenlage zu diesem Thema insgesamt überprüfen und weitere Faktoren berücksichtigen, um einen noch besseren Überblick zu bekommen. In einem ersten Gespräch mit dem Statistischen Bundesamt habe ich angeregt, dass zukünftig im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfestatistiken dem Thema mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden kann. Auch das würde helfen, das Schicksal der Betroffenen in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken.

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit

 

08.02.15 Freudenstadt: Gottesdienst zum Auftakt der Aktionswoche

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Mit einem bewegenden Gottesdienst wurde in der Stadtkirche von Freudenstadt vor fast 400 Zuhörern der Auftakt der sechsten bundesweiten Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilienin begangen. In einem Impuls ging Hans-Marttin Haist von der Kinderwerkstatt Eigensinn auf die Situation von Kindern aus Suchtfamilien ein und schlug einen Bogen zum biblischen Gleichnis vom barmherzigen Samariter. Den Text des Impulses gibt es hier


07.02.15 Stuttgart: Starker Auftakt zur Aktionswoche: Ein Nachmittag voller Licht

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Die  leuchtende Lichtgestalt Dundu zauberte ein Leuchten, nicht nur in die Kinderaugen.

Zum Auftakt der Aktionswoche für Kinder aus suchtbelasteten Familien veranstaltete das Caritas-Projekt Pro Kids ein Highlight: Gemeinsam mit Dundu und der Seelsorgeeinheit lud Pro Kids zu einem Nachmittag voller Licht ein.
Eingeläutet wurde der Nachmittag mit einem einfühlsamen Grußwort von Maria Haller-Kindler, der Kinderbeauftragten der Stadt Stuttgart. Beim Aktionsmarkt gab es Angebote für alle Sinne, alkoholfreie Cocktails, Informationen zum Thema, basteln und ausprobieren. Viele interessierte Fragen und viel Anerkennung erhielt Christina R. Sie berichtete mit viel Offenheit darüber, wie es für sie war, in einer suchtbelasteten Familie aufzuwachsen und wie sie mit Hilfe von Selbsthilfegruppen lernte, damit selbstbewusst umzugehen. Nach dem informativen Teil holte der „kleine“ Dundu die BesucherInnen ab und geleitete sie in die Kirche, in der sie der „große“ Dundu erwartete. Magische Klänge schenkte Stephan Charisius auf seiner Kora allen großen und kleinen Besuchern.

 

12.01.15 Berlin / Hamburg / Düsseldorf: Aufruf zur sechsten bundesweiten Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien

Ca. 2,65 Millionen Kinder wachsen in Deutschland mit suchtkranken Eltern auf. Sie sind die größte bekannte Risikogruppe für eine eigene Suchterkrankung und lebenslang hoch­gefährdet, psychische Krankheiten sowie soziale Störungen zu entwickeln. Kinder aus Suchtfamilien sind noch immer vergessene Kinder, die durch die Maschen der bestehenden Hilfesysteme allzu oft hindurchrutschen.


Keine angemessene flächendeckende Versorgung für Kinder aus Suchtfamilien

Der aktuelle Bundes-Drogenbericht bilanziert nüchtern, dass diese Kinder und ihre Familien „…derzeit nicht flächendeckend angemessen versorgt bzw. unterstützt werden.“ Mehr noch: Die wenigen passgenauen Angebote aus dem Bereich der Suchthilfe, die in Deutschland für Kinder suchtkranker Eltern existieren, sind meistens unterfinanziert, haben keine Bestandssicherheit und sind für ihre Arbeit oft auf Spenden angewiesen. In Schulen und Kindergärten, wo nahezu alle Kinder erreicht werden könnten, ist der Umgang mit Kindern suchtkranker Eltern häufig von Unsicherheit geprägt. Aus Angst, das Falsche zu tun, unter­lassen die Pädagog/innen oftmals das Mögliche.


Milliardenschwere Folgekosten

Nach Berechnungen der Universität Hamburg entstehen durch Alkoholkonsum jedes Jahr in Deutschland volkswirtschaftliche Schäden in Höhe von mehr als 40 Milliarden Euro. Das ist mehr als das Zwölffache dessen, was der deutsche Fiskus pro Jahr an Alkoholsteuer einnimmt (3,2 Mrd. Euro). Hinter den Milliardenbeträgen verbirgt sich millionenfaches menschliches Leid: zerstörte Biografien, zerstörte Familien. Doch das Leid der durch elterliche Suchtpro­bleme mitbetroffenen Kinder und die Folgekosten sind  in diesen Berechnungen der Uni Hamburg noch nicht einmal enthalten. Amerikanische Studien beziffern die langfristigen Folgekosten bei Kindern aus suchtbelasteten Familien in Form von Gesund­heits­kosten und Produktivitätsausfällen für die USA mit hohen dreistelligen Milliardenbeträgen. Das Leid der Kinder ist dasselbe, gleichgültig, in welchem Land sie leben.  Auch in Deutschland schlägt sich dieses Leid in Form von sozialen Kosten nieder. Es ist nicht nachvollziehbar, dass das Bundesgesund­heits­ministerium bislang noch keinen hinreichenden Forschungsbedarf für die Ermittlung dieser Kosten sieht. Dies muss sich dringend ändern, zumal die Zahl der Alkoholkranken in Deutschland ansteigt.


Präventionsgesetz macht einen Bogen um die Alkoholproblematik

Der Alkohol ist immer noch die Volksdroge Nr. 1 in Deutschland. Vor dem Hintergrund der hohen Folgeschäden gerade auch in Bezug auf die heranwachsende Generation ist es unverständlich, dass die Reduzierung des Alkoholkonsums im Gesetzesentwurf des Bundes-Präventions­gesetzes nicht ausdrücklich in die Liste der zu erreichenden Gesundheitsziele aufgenommen wurde. Anlässlich des Beschlusses im Bundeskabinett im Dezember sagte Bundes­ge­sund­heitsminister Hermann Gröhe (CDU) zu den Zielen des Gesetztes: „Es geht darum, Krankheiten zu vermeiden, bevor sie überhaupt entstehen.“ Es ist hinreichend wissenschaftlich belegt, dass ca. ein Drittel der Kinder aus Suchtfamilien später selber stofflich abhängig wird und ein Drittel psychisch erkrankt. Wenn der Gesetzgeber diese absehbaren Erkrankungsrisiken für die 2,65 Millionen betroffenen Kinder vermeiden will, bevor diese tatsächlich erkranken, müssen die Zielsetzungen des geplanten Bundespräventionsgesetzes erweitert werden.    

 

Die Initiatoren der Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien fordern deshalb:

  • Unterstützungsangebote für Kinder aus Suchtfamilien müssen Teil der Regelversorgung werden. Sie sind flächendeckend auszubauen und angemessen zu finanzieren.
  • Suchtprävention in Schule und Kindergarten muss flächendeckend gestärkt werden. Die Mitarbeiter/innen müssen durch Aus- und Fortbildung befähigt werden, Kinder aus suchtbelasteten Familien erkennen, verstehen und unterstützen zu können.
  • Die Reduzierung des Alkoholkonsums muss in die Liste der Gesundheitsziele im Bundes-Präventionsgesetz aufgenommen werden.
  • Das Wissen um die Unterstützungsmöglichkeiten für Kinder aus suchtbelasteten Familien muss verpflichtend Ausbildungsinhalt für die pädagogischen, medizinischen und sozialen Berufe werden.
  • Die auf einer Fachtagung des Bundesgesundheitsministeriums im Jahre 2003 verabschiedeten “10 Eckpunkte zur Verbesserung der Situation von Kindern aus suchtbelasteten Familien“  müssen nach über zehn Jahren Untätigkeit seitens der Politik endlich in Bund, Ländern und Gemeinden umgesetzt werden.

Um diese Forderungen zu unterstreichen, lenkt die Aktionswoche für Kinder aus Sucht­fa­mi­lien vom 8. bis 14. Februar 2015 die Aufmerksamkeit von Öffentlichkeit und Medien auf diese Kinder. Veranstaltungen und Aktionen in ganz Deutschland sensibilisieren die Öffent­lichkeit und Fachöffentlichkeit für die Problematik von Kindern aus Suchtfamilien und ver­mitteln Informationen. Das Programm der Aktionswoche sowie Tipps, wie jedermann und jedefrau aktiv daran teilnehmen kann, finden sich auf der Website www.coa-aktionswoche.de.
Die Aktionswoche läuft zeitgleich mit der „Children of Alcoholics Week“ in den USA und in Großbri­tannien. Sie steht in Deutschland unter der Schirmherrschaft der Schau­spielerin Katrin Sass. Die Aktionswoche wird gefördert von der BARMER GEK. 

Berlin / Hamburg / Düsseldorf, 12. Januar 2015

 

Die Vorstände von


NACOA Deutschland e. V.
Such(t)- und Wendepunkt e. V.
Kunst gegen Sucht e. V.

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