MITMACHEN

GEBEN SIE VERGESSENEN KINDERN IHRE STIMME: IDEEN FÜR IHRE AKTION

Die bundesweite Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien gibt Ihnen bzw. Ihrer Institution die Möglichkeit, sich mit eigenen Aktionen zu beteiligen. Während dieser Woche erheben wir gemeinsam die Stimme und bündeln unsere Aktivitäten.

• Wir sprechen Verantwortliche in Politik und Verwaltung auf den dringenden Handlungsbedarf an, mehr Angebote für Kinder aus Suchtfamilien (Children of Alcoholics/ Children of Addicts = COA) zu schaffen.
• Wir verbreiten Informationen darüber, dass COAs die Unterstützung mitfühlender Erwachsener brauchen.
• Wir ermutigen fähige, interessierte Erwachsene dazu, für Kinder da zu sein, die leiden.
• Wir vermitteln das Wissen um die entlastenden Botschaften, die Kinder suchtkranker Eltern zum geeigneten Zeitpunkt aus dem Munde erwachsener Vertrauenspersonen hören sollten: „Sucht ist eine Krankheit. Die Sucht Deiner Eltern ist nicht deine Schuld. Es gibt vertrauenswürdige Menschen, die Dir helfen können."
• Wir vergrößern das Bewusstsein dafür, dass COAs schon allein dadurch ermutigt und unterstützt werden, dass vertrauenswürdige Erwachsene sich ihnen zuwenden.

Sie wissen aus Erfahrung am besten, an welcher Stelle es in Ihrem Umfeld am sinnvollsten und effektivsten ist, Menschen auf die Thematik der Kinder aus suchtbelasteten Familien anzusprechen. Dennoch möchten wir einige mögliche Wege vorschlagen, wie Sie als Privatperson bzw. als Institution während der Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien aktiv werden und etwas für die Kinder bewegen können. Bitte melden Sie ihre Aktion mit der Meldefunktion auf dieser Website, damit andere Menschen in Ihrer Kommune davon erfahren und sich ihnen ggf. anschließen können.

ORGANISIEREN SIE EINE VERANSTALTUNG

Wenn Sie in einem COA-Hilfeprojekt arbeiten oder einem Sucht-Selbsthilfeverband angehören, können Sie die Aktionswoche zum Anlass nehmen, eine Veranstaltung zu organisieren. Bei den Aktionswochen der vergangenen Jahre gab es eine bunte Vielfalt verschiedenster Veranstaltungen. Hier finden Sie Aktionen, die sich (auch) während der Corona-Pandemie umsetzen lassen:

  • Information vermitteln über das Internet (Online-Vorträge, Social-Media-Kampagnen)
  • Biographische Formate für Youtube u. ä. (z. B. Lebensgeschichten von erwachsenen Kindern analog zu nacoa.uk)
  • Stream von Lesungen, Konzerten und Film-Reihen zum Thema (Filme können z.B. über das Medienprojekt Wuppertal gestreamt werden:„Zoey“ oder „Liebe und Hass“ oder „Aus dem Kopf gefallen“)
  • Fortbildungen zum Thema Kinder suchtkranker Eltern (analog und digital), z.B. „Kind s/Sucht Familie“ (LZG Rheinland-Pfalz)
  • Info- und Büchertische in Bibliotheken, alternativ: virtuelle Fortbildungen für Fachkräfte zum Einsatz von Büchern und Filmen in der Arbeit mit Kindern aus Suchtfamilien
  • offene oder Telefon-Sprechstunden, Online-Beratungsangebote
  • Kunstaktionen für Kinder und Jugendliche im digitalen Format (Musikvideos, Filme, Hörspiele usw., z. B.: Meks/AKADEMIK - "Nicht gern zuhaus")
  • Kunstaktionen in Fußgängerzonen (z. B. Kinder-(Schaufenster-)puppen aufstellen und (Pflastersteine) mit entsprechenden Sätzen versehen)
  • Fensterbanner, Plakataktionen in Schaufenstern
  • Artikel in der Lokalpresse, Pressekonferenz und Presseseminar (analog und digital)
  • Outdoor-Aktivitäten für Kinder und Eltern
  • Steam von Lesungen, Konzerten und Film-Reihen zum Thema
  • Gottesdienst zum Thema Kinder aus suchtbelasteter Familie
  • usw.

 Eine große Bitte: Nutzen Sie zur Ankündigung Ihrer Veranstaltung neben lokalen Informationsdiensten und der Presse auch die Meldefunktion für Veranstaltungen auf dieser Website. Ihre Veranstaltung erscheint dann im Veranstaltungskalender, der bundesweit alle Veranstaltungen der Aktionswoche auflistet.

VERNETZEN SIE SICH

Nutzen Sie soziale Netzwerke, um Inhalte dieser Website mit anderen Interessierten zu teilen. Nutzen Sie die entsprechenden Buttons z. B., um Ihren Eintrag im Veranstaltungskalender oder Ihre Aktion über soziale Netzwerke an viele Menschen zu verbreiten. Besuchen Sie die Facebook-Seite von NACOA Deutschland oder folgen Sie uns auf Instagram oder auf Twitter. Wenn sie selber während der Aktionswoche twittern, versehen Sie ihre Tweets bitte mit dem Hashtag #Suchtfamilien.

ERMUTIGEN SIE DIE LOKALPRESSSE ZUR BERICHTERSTATTUNG

Viele Journalisten sind gerne bereit, das Thema Kinder aus Suchtfamilien aufzugreifen. Sie erleichtern es Ihnen, das Thema in der Redaktionskonferenz durchzusetzen, wenn Sie Ihnen verdeutlichen, dass die bundesweite Aktionswoche einen idealen aktuellen „Aufhänger" darstellt. Wenn Sie eine Veranstaltung oder Aktion planen, gibt dies dem Thema zusätzliche Relevanz für die Lokalberichterstattung. Tipps für den Umgang mit den Medien erhalten Sie hier.

Unterstützen Sie Journalisten mit Infos aus dem Bereich Materialien. Recherchieren Sie hier lokale Hilfeangebote. Wenn es vor Ort Hilfeangebote für COAs gibt, machen Sie Journalisten hierauf aufmerksam. Auch ein solcher lokaler Bezug erhöht die Chancen, dass das Thema sich in der Berichterstattung wiederfindet, und sorgt dafür, dass die Angebote von COA-Projekten vor Ort bekannter werden. Recherchieren Sie hier ob es vor Ort Angebote der Sucht-Selbsthilfeverbände für COAs gibt (Al-Anon Familiengruppen/Alateen, EKS, ACA, Blaues Kreuz, Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe, Guttempler, Kreuzbund).


Bitten Sie die Journalisten, in ihrer Berichterstattung auf die Website www.coa-aktionswoche.de hinzuweisen.

ERHEBEN SIE ALS PRIVATPERSON ODER ALS INSTITUTION DAS WORT IN IHRER KOMMUNE

Sprechen Sie in Ihrer Gemeinde, Ihrem Landkreis, Ihrem Bundesland Verantwortliche in Politik und Verwaltung an und weisen Sie sie auf die Problematik von COAs hin. Vermitteln Sie folgende Fakten: Ungefähr 17 % aller Kinder in Deutschland sind direkt von Suchtproblemen in der Familie betroffen oder haben Berührung damit. Alle diese Kinder tragen ein höheres Risiko für eine ganze Bandbreite von Problemen, einschließlich körperlicher Erkrankungen, emotionaler Störungen, Verhaltensauffälligkeiten, Schwierigkeiten in der Schule und eine erhöhte Anfälligkeit für Alkoholismus oder Abhängigkeit von anderen Suchtmitteln in ihrem späteren Leben.

Informieren Sie sich z. B. auf  www.nacoa.de und nutzen Sie die Informationsschriften, die wir Ihnen auf dieser Website unter Materialien vorschlagen.

Weisen Sie die Verantwortlichen für das Jugendamt auf Kooperationsvereinbarungen hin, wie sie z. B. die Belladonna in Essen exemplarisch erarbeitet hat, und geben Sie Ihnen die „10 Eckpunkte zur Verbesserung der Situation von Kindern aus suchtbelasteten Familien" der Bundesdrogenbeauftragten sowie den Multiplikatoren-Leitfaden „Kindern von Suchtkranken Halt geben - durch Beratung und Begleitung" der Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe.

Besorgen Sie sich das Poster der Aktionswoche und fragen Sie in kommunalen Einrichtungen (Rathaus, Bibliothek etc.) nach, ob es dort ausgehängt werden kann.

Bestellen Sie sich die ergänzenden Materialien des Büros für Suchtprävention Rheinland-Pfalz (Postkarten, Aufkleber, Plakate, Flyer) und legen Sie diese an geeigneten Stellen aus. 

BRINGEN SIE INFORMATIONSMATERIALIEN IN KINDERGÄRTEN, SCHULEN UND EINRICHTUNGEN DER JUGENDARBEIT

Bestellen Sie die Broschüren Kinder aus suchtbelasteten Familien – Hilfe zur Unterstützung in Kindertagesstätte und Grundschule von NACOA und geben Sie sie an Erzieher/innen in Kindertagesstätten und Lehrer/innen oder Schulsozialarbeiter in Grundschulen weiter. Als PDF ist die Broschüre Kindern von Suchtkranken Halt geben von den Freundeskreisen für Suchtkrankenhilfe verfügbar.

Laden Sie sich den Fachbrief Suchtprophylaxe der Berliner Senatsverwaltung für Bildung herunter und leiten ihn an Lehrer/innen aller Schularten weiter.

Drucken Sie sich das Poster der Aktionswoche aus und bitten Sie Lehrer/innen, es im Lehrerzimmer auszuhängen.

Weisen Sie Lehrer/innen und Sozialarbeiter an weiterführenden Schulen sowie Mitarbeiter/innen der Jugendarbeit zusätzlich auf Websites für Jugendliche aus suchtbelasteten Familien hin (www.traudich.nacoa.de, www.alateen.de, www.kidkit.de, www.mamatrinkt.ch). Weisen Sie sie auch auf die Informationswebsite www.nacoa.de hin, auf der sie u.a. Informationen über lokale Hilfeangebote für COAs erhalten. Falls es keine lokalen Angebote für COAs gibt, geben Sie ihnen Information über die Online-Beratung von NACOA oder KidKit weiter.

Bestellen Sie eine Anzahl von TRAU DICH!-Flyern von NACOA und geben Sie sie an Menschen weiter, die beruflich mit Jugendlichen zu tun haben. Diese können den Flyer direkt Jugendlichen geben, die suchtkranke Eltern haben. Sie sollten dies stets mit einem Gesprächsangebot an die Jugendlichen verbinden. Bestellen Sie zusätzlich zu den Flyern auch die TRAU DICH!-Poster, die sich zum Aushängen überall dort eignen, wo mit Jugendlichen gearbeitet wird.
 

GEHEN SIE AUF MENSCHEN IM GESUNDHEITSWESEN ZU

Nehmen Sie Kontakt zu Ärzten, Krankenschwestern und Hebammen in Krankenhäusern, Praxen und Sozialpädiatrischen Zentren auf. Geben Sie das Poster der Aktionswoche für Kinder aus suchtbelasteten Familien weiter und bitten Sie darum, dass es im Wartebereich ausgehängt wird. Bestellen und verteilen Sie die Broschüre für Ärzte von NACOA Deutschland. Versenden Sie die PDF-Datei Lebenslang durch Alkohol von FASD Deutschland an Gynäkologen, Kinderärzte, Beratungsstellen für Schwangere und Mitarbeiterinnen der Schwangerschaftsvorsorge. Weisen Sie diese Einrichtungen auf die Präventionswebsite IRIS und die Info-Website des FASD-Fachzentrums hin. 

BITTEN SIE DIE KIRCHENGEMEINDEN, SICH AN DER AKTIONSWOCHE ZU BETEILIGEN

Sprechen Sie Pfarrer/innen oder Mitglieder des Kirchengemeinderates an. Bitten Sie darum, dass die Aktionswoche für Kinder aus suchtbelasteten Familien mit Hinweis auf die Website www.coa-aktionswoche.de im Gemeindeblatt angekündigt wird. Bitten Sie darum, dass das Poster der Aktionswoche im Gemeindehaus ausgehängt wird.

Bitten Sie darum, dass zum Beginn der Aktionswoche im Sonntagsgottesdienst eine Fürbitte für Kinder aus Suchtfamilien gesprochen wird.

Sprechen Sie die Leitung der Kindertagesstätte an und geben Sie Informationsmaterialien zum Thema Kinder suchtkranker Eltern weiter oder weisen Sie auf Bestellmöglichkeiten hin (siehe Materialien). Sprechen Sie Gemeindemitarbeiter/innen an, die in der kirchlichen Jugendarbeit tätig sind (siehe oben Abschnitt zu Schule, Kindergarten und Jugendarbeit).

 

REGEN SIE EINE PROKLAMATION AN

Suchen Sie sich Verbündete in anderen Gruppen oder Initiativen Ihrer Stadt oder Ihrer weiteren Umgebung. Sprechen Sie gemeinsam den Bürgermeister/die Bürgermeisterin an und appellieren Sie an ihn/sie, eine offizielle Proklamation zur Aktionswoche für Kinder aus suchtbelasteten Familien zu veröffentlichen. Kündigen Sie das Ereignis öffentlichkeitswirksam an. Organisieren Sie z. B. eine Pressekonferenz. Arbeiten Sie mit dem Büro für Öffentlichkeitsarbeit des Bürgermeisters zusammen. Nutzen Sie den Beispieltext einer Proklamation, den Sie hier herunter laden können.

MELDEN SIE IHRE AKTION

Ihr Beitrag ist wichtig. Melden Sie daher bitte ihre Aktion – so klein oder groß sie auch sein mag – über die Meldefunktion auf dieser Website. Dadurch wird sichtbar, wie viele Menschen sich während der Aktionswoche für COAs engagieren. Die Meldung eröffnet auch die Möglichkeit, dass andere Menschen aus Ihrer Region von Ihrer Aktion erfahren und sich Ihnen anschließen.

BLEIBEN SIE DRAN

Engagement für COAs braucht einen langen Atem, denn Sucht ist ein Tabuthema in unserer Gesellschaft. Nur der stete Tropfen höhlt den Stein. Deswegen ist die Aktionswoche keine einmalige Veranstaltung, sondern wird jedes Jahr – parallel zur COA-Week in den USA und in Großbritannien – in der Woche um den Valentinstag (14. Februar) durchgeführt. Wenn Sie also eine gute Idee haben, die Sie in diesem Jahr mangels Zeit oder Ressourcen nicht haben verwirklichen können, merken Sie sich die Aktionswoche 2021 vor: Sie startet am 14. Februar und geht bis zum 20. Februar.